Parlamentarische Arbeit ist gar nicht so einfach |
Jedes Jahr gibt das Planspiel „Jugend im Parlament“ interessierten jungen Menschen die Möglichkeit, selbst Politik zu machen. Christian von Stetten unterstützt das Programm bereits seitdem er 2002 in den Bundestag gewählt worden ist, indem er immer interessierte Jugendliche aus seinem Bundestagswahlkreis Schwäbisch Hall – Hohenlohe dazu einlädt. Rund 300 Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet kommen so jedes Jahr auf Einladung von Bundestagsabgeordneten nach Berlin und erhalten vier Tage lang hautnah einen Einblick in die Arbeit des Deutschen Bundestages.
Anfang Juni war es wieder soweit. Die politikbegeisterten Jugendlichen schlüpften dabei in die Rolle von fiktiven Bundestagsabgeordneten, die unterschiedlichen fiktiven Fraktionen angehörten und über viele verschiedene Themen, wie beispielsweise ein generellen Verbot des Verkaufs alkoholischer Getränke an Jugendliche unter 18 Jahren oder die Zukunft der Rente - langfristige Stabilisierung des Rentensystems, diskutierten.
Damit sich die Teilnehmer leichter in ihre neuen Rollen hineinversetzen konnten, erhielten sie ein zugelostes Rollenprofil, das die zu spielende Person beschreibt und deren politische Prioritäten skizziert. Das erdachte "Parlament" hat dabei ähnliche Mehrheitsverhältnisse wie in der Realität.
Im Verlauf des Spieles lernten die Teilnehmer die Arbeitsweise des Bundestages kennen und erhielten durch selbständiges Handeln lebendige Einblicke in dessen Abläufe und Funktionen. Am Ende wurden die Beschlussempfehlungen der Ausschüsse im Plenum im echten Plenarsaal des Reichstagsgebäudes debattiert und die Gesetzentwürfe zur Abstimmung gebracht.
Nach Beendigung der viertägigen Veranstaltung war Frau Kappel begeistert. Auf Nachfrage von Christian von Stetten sagte sie, dass sie erst jetzt nach dem Planspiel genau einschätzen kann, wie kompliziert die politische Arbeit im Deutschen Bundestag ist. Bei dem Spiel fiel es ihr z.B. nicht schwer die fiktiven anderen Fraktionsmitglieder von ihren Argumenten zu überzeugen. Als die Vorlagen dann allerdings in der abschließenden Plenarsitzung durchgebracht werden mussten, war es nicht mehr so einfach. Am Ende hat es dann aber doch noch geklappt.
Zudem gab es für Dorothea noch ein ganz besonderes Highlight. Am Schluss der Plenarsitzung durfte sie kurz einmal auf dem Platz von Frau Merkel sitzen und fand dies super!







